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Wer steckt dahinter?

Über mich

Hallo, ich bin Kai.

Lesezeit etwa 4 Minuten

Ich spiele, seit ich denken kann. Angefangen hat es mit dem Gameboy, dann kamen die Konsolen und irgendwann der PC. Inzwischen sind das über 35 Jahre. Dazu spiele ich Gitarre und Klavier, nicht professionell, aber mit viel Freude. Und ich bin ein neugieriger Mensch, der gern hinter die Dinge schaut und sich fragt, was man daraus machen könnte.

In meinem Kopf entstehen ständig neue Ideen. Oft liege ich nachts wach und überlege, was ich erschaffen könnte, etwas, das anderen Freude macht. Am meisten wollte ich immer Geschichten erzählen. Geschichten, bei denen man die Augen schließt, zuhört und für eine Weile den Alltag vergisst.

Warum ich so lange gewartet habe

Zwischen einer Idee und dem fertigen Werk liegt ein langer Weg. Die Fragen kannte ich gut: Kann ich das überhaupt? Wie soll ich das bezahlen? Und was, wenn es am Ende niemanden interessiert?

Ich hätte auch einen Twitch-Kanal eröffnen und mich vor die Kamera setzen können. Vor allen, die das können, habe ich großen Respekt. Ich selbst bleibe aber lieber im Hintergrund und mache mir viele Gedanken darüber, wie ich auf andere wirke. Daran arbeite ich, leicht fällt es mir trotzdem nicht.

Irgendwann habe ich verstanden, dass ich gar nicht im Mittelpunkt stehen muss. Die Geschichten sollen dort stehen.

Was künstliche Intelligenz damit zu tun hat

Neue Technik hat mich schon immer begeistert. Als Kind war Knight Rider für mich das Größte: ein Auto, das spricht und selbst fährt. Heute gibt es so etwas wirklich. Für mich zeigt das, wofür Fortschritt im besten Fall da ist. Er soll Menschen neue Möglichkeiten geben und sie nicht überflüssig machen.

So sehe ich auch KI. Ich weiß, dass das Thema viele bewegt, und viele Bedenken verstehe ich gut, etwa beim Urheberrecht, bei der Zukunft kreativer Berufe oder bei der Qualität. Das muss man ernst nehmen.

Mir hat KI aber Türen geöffnet, die vorher verschlossen waren. Ich kann eine Melodie am Klavier erfinden und daraus etwas machen, das nach Orchester klingt. Ich kann Geschichten, die seit Jahren in meinem Kopf sind, endlich aufschreiben, Szenen bauen und Dialoge so lange umstellen, bis sie sich richtig anfühlen. Und ich kann daraus Hörspiele machen.

Ganz offen gesagtDie Hörspiele von Bart & Bär entstehen mithilfe von KI, und auch die Stimmen der Figuren sind künstlich erzeugt.

Das ist keine Studioproduktion mit Sprecherinnen und Sprechern, und ich will auch nicht so tun. Vor ihrer Arbeit habe ich großen Respekt. Ein Projekt dieser Größe hätte ich auf dem klassischen Weg aber nie bezahlen können. Ohne diese Werkzeuge wären meine Geschichten in meinem Kopf geblieben.

Auf Knopfdruck entsteht dabei trotzdem nichts. Ich entscheide, was erzählt wird, wie eine Szene wirkt und ob etwas zu schnell oder zu langsam ist. Ich verwerfe viel und fange oft neu an. Warum ich eine Geschichte erzählen will und was ich damit sagen möchte, kann mir keine Maschine abnehmen.

Warum World of Warcraft

Seit über 20 Jahren begleitet mich World of Warcraft. Es gab Pausen, aber die Faszination ist nie verschwunden. Mich packt vor allem die riesige Geschichte dahinter, die Figuren, ihre Entscheidungen und ihre Schicksale. Ich habe Bücher gelesen und versucht, die Zusammenhänge zu verstehen. Dabei habe ich gemerkt, dass diese Welt so groß ist, dass kaum jemand alles im Blick behält.

Daraus wurde eine Frage: Wie wäre es, diese Welt einfach anzuhören, statt sie nachzulesen? Auf dem Sofa, unterwegs oder nach einem langen Tag.

So entstand Bart & Bär

Vorlesen lassen wollte ich die Geschichten nicht. Ich habe mir eine gemütliche Taverne vorgestellt. Draußen zieht der Wind durch den Schnee, drinnen brennt das Feuer, und an einem Tisch sitzt eine kleine Runde. Sie erinnert sich, stellt Fragen, streitet ein bisschen und erzählt. Wer zuhört, sitzt mit am Tisch.

Daraus ist Bart & Bär geworden, mit unserer ersten Geschichte „Der Weg nach Forever“.

Die Welt von Warcraft und ihre bekannten Figuren sind nicht meine Erfindung, sie gehören Blizzard. Bart & Bär ist ein Fanprojekt und nicht mit Blizzard verbunden. Mein Teil sind die Runde am Tisch, die Auswahl, die Art zu erzählen und die ganze Umsetzung. Ich behaupte nicht, die einzig richtige Fassung dieser Geschichte zu kennen. Ich möchte meine Begeisterung teilen.

Warum jetzt

Drei Dinge sind zusammengekommen: eine Leidenschaft, die mich seit Jahrzehnten begleitet, ein Traum, den ich schon lange habe, und Werkzeuge, die ihn zum ersten Mal möglich machen. Also habe ich aufgehört, nur darüber nachzudenken, und angefangen. Auch wenn nicht alles perfekt wird und nicht jeder meinen Weg gut findet.

Ich erwarte nicht, dass alle meine Hörspiele mögen. Aber vielleicht erinnert sich jemand beim Zuhören an seine ersten Abenteuer. Vielleicht entdeckt jemand etwas Neues. Oder jemand muss nach einem harten Tag bei einem Dialog einfach schmunzeln. Dann hat sich die Arbeit schon gelohnt.

Ich bin kein Autor, kein Sprecher und kein Studio. Ich bin Kai, und ich möchte es versuchen. Über Rückmeldungen und Ideen freue ich mich sehr.

Vielleicht sehen wir uns bald am Tisch in der Taverne. Die Geschichten warten schon.

Euer Kai

Danke fürs Lesen – und hoffentlich bald: Danke fürs Zuhören.